Iljushin - IL 62
Stammdaten der Maschine
  • Länge:
  • Spannweite:
  • Höhe:
  • Anzahl Sitzplätze:
  • Max. Kraftstoffmenge:
  • Abhebegeschwindigkeit beim Start:
  • Reisegeschwindigkeit:
  • Aufsetzgeschwindigkeit bei der Landung:
  • Triebwerksleistung:

  • Besatzung:





  • Startgewicht:
  • Landegewicht:
  • Landestrecke:
  • 53,12 m
  • 43,20 m
  • 12,35 m
  • 158 - 168
  • 101 000 Liter Kerosin
  • 240 km/h
  • 820 km/h
  • 210 km/h
  • 4 x 13600 kp Schubkraft

  • 1. Pilot / Kommandant, Dieter Kallbach
    2. Pilot / Co-Pilot, Peter Bley
    Navigator, Rudi Döge
    Bordingenieur, Ulli Müller


  •   161,6 t
  •   105,0 t
  • 2760,0 m


Über diese spektakuläre, risikoreiche Landung wird auch
im ”Guiness-Buch der Rekorde” berichtet.

Schließlich handelt es sich hierbei um die erste beabsichtigte Landung einer derart großen Maschine auf freiem Feld, ohne befestigte Landebahn.

Auszug aus dem Originalbericht des Co - Piloten:

Die Landestrecke für diesen Flugzeugtyp beträgt bei INA-Bedingungen und Flugplatzhöhe null Meter unter Berücksichtigung eines sonst üblichen Sicherheitsfaktors von 1.67 für 105.0 t Landegewicht 2 760 m. Interflug rechnet mit einem Sicherheitsfaktor von 1.43. Daraus ergibt sich für die obigen Angaben eine berechnete Landestrecke von 2 360 m.

Aus den Berechnungen für die Landung in Stölln ergab sich nach Sicherheitsfaktor 1.43 unter konkreten Bedingungen eine erforderliche Landestrecke von 1 800 m.

Um in Stölln eine Landung erfolgreich durchführen zu können, mußte geprüft werden, ob unter Vernachlässigung aller Sicherheitsfaktoren und bei Veränderung der Landemethode die für diesen Zweck zur Verfügung stehenden 900 m unbefestigte Landestrecke ausreichen können.

… Für die Bremsung des Flugzeuges nach dem Aufsetzen in Stölln wurden pro gebremstes Rad 9 t Bremskraft ermittelt. Um ein Einbrechen der Räder in die Grasnarbe zu verringern, wurde im ersten Teil des Landeprozesses durch einen hohen Anstellwinkel des Flugzeuges die Tangentialkraft an den Rädern verringert. Somit erfolgte ein erster Geschwindigkeitsabbau von ca. 80 km/h.

Ab 150 km/h wurde das Bugrad abgesenkt und die Radbremsen eingesetzt. Dabei erfolgte das Einbrechen der Räder in die Grasnarbe mit tiefer werdender Spur. Kurz vor dem Stillstand wurden ganze Bodenschollen herausgerissen …

Über die erfolgreiche Landung in Stölln hat es eine Vielzahl von Veröffentlichungen in Funk, Fernsehen und Presse gegeben.

 

Peter Bley